Andermatt

Konzerthalle Andermatt

Stahl- und Glasarbeiten von RUCH

Beim Einweihungskonzert Mitte Juni unterstrichen die Berliner Philharmoniker mit ihrer beherzten Musik die sinnliche Architektur der neuen Konzerthalle. RUCH führte dabei verschiedene Stahl- und Glasarbeiten aus. Das Auditorium wurde im Rahmen des Masterplanes zur Neubelebung von Andermatt gebaut. Zur Ergänzung des sportlichen Angebots wird zukünftig Musikkultur auf höchstem Niveau geboten und gefördert; auch mit Blick für eine ausgewogenere Auslastung während den Zwischensaisons.

Anstelle des neu eröffneten Konzertsaales war ursprünglich ein unterirdisches, zum Hotel gehörendes Konferenzzentrum geplant. Während dessen Rohbauphase nahm Investor Samih Sawiris einen Richtungswechsel vor und erfüllte sich einen Herzenswunsch: Mitten im Alpenraum sollte nicht ein Konferenzzentrum, sondern die Konzerthalle für musikalische Erlebnisse von Weltformat entstehen.

Mit der neuen Aufgabe wurde die renommierte Londoner Architektin Christina Seilern betraut. Sie liess das bereits bestehende Betondach auf dem Rohbau abtragen und erhöhte es mit einem Stahldach auf schrägen, markanten Stahlstützen um rund 13 Meter. Damit vergrösserte sie das Raumvolumen für eine mächtigere Akustik und schuf mehr Platz für die Zuschauer. 650 Sitzplätze und eine Bühne für ein 75-köfiges Orchester bietet der Saal. In der Konzerthalle sollen zukünftig Symphonieorchester der Spitzenklasse, namhafte Solokünstlerinnen und -künstler sowie Nachwuchstalente auftreten.

Bautafel

Bauherrschaft

BESIX Switzerland, 6490 Andermatt

Auftraggeber

BESIX Switzerland, 6490 Andermatt

Architektur

Studio Seilern Architekten, London

Made by RUCH

Stahlbaudach
Glasfassade

Standort

Andermatt, Uri

Fertigstellung

2018

Sanfte Ästhetik berührt kompakte Architektur

Ein mit Holz verkleideter Rundbau und seinem vorkragenden, abgeschrägten Dach bildet den Eingang zum Konzerthaus Andermatt. Er ist die sinnbildliche Pforte zum halb in den Boden versenkten Konzertsaal. Je mehr man sich dem von aussen unscheinbaren Gebäude nähert, desto unmittelbarer ist seine architektonische Schönheit. Es sind die sanften Farben und filigranen Strukturen, die das Etikett einer weiblichen Ästhetik der Architektin vermitteln. Die grosszügigen Glasfronten, die das natürliche Tageslicht, den Himmel und die schroffen Felswände der Urner Berge ins Innere des Hauses transportieren, bilden einen dramaturgischen Spannungsbogen zwischen dem Gebäude, der natürlichen Umgebung und den musikalischen Klängen. Obwohl die Architektur kompakt ist, strahlt sie Leichtigkeit, Eleganz und Heiterkeit aus. Das Holz ist das Element, das visuelle und ofaktorische Sinnlichkeit vermittelt. Das Haus lebt, strahlt Intimität aus und die Gäste atmen im Konzerthaus den natürlichen Duft des Holzes ein.

Das Foyer mit seinen Oblichtern, Galerien sowie einer goldig glänzenden Wand bringt einen Touch Glamour in das erste grosse Konzerthaus in einem Wintersportort. Die Decke und die Wände des Auditoriums umgeben den Raum wie vielschichtige Origami-Elemente. Reflektoren, die man von aussen durch die Glasfronten erkennen kann, sowie ein künstliches Nachhall-System verbessern die Akustik und sind ein weiteres Stilelement des Hauses.

Solides Handwerk für stilvolle Architektur

RUCH konnte als regionaler Metallbauer einen massgeblichen Beitrag zum Konzerthaus Andermatt leisten. Die hohen Anforderungen an die Funktionalität, Ästhetik, Statik sowie die schräge Decke bildeten eine besondere Herausforderung beim Planen und Produzieren. Andreas Ruch ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis: «Als Urner Metallbauunternehmen erfüllt es uns mit Stolz, einen massgeblichen Beitrag zur Umsetzung der Konzerthalle Andermatt geleistet und die hohen Qualitätsanforderungen der Architektin erfüllt zu haben.»

Referenzobjekte

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