Basel

Atriumdach für die ETH Zürich

RUCH-Innovationskraft für die ETH Zürich in Basel

Hell, offen und modern wirkt das gläserne Dach hoch oben auf dem Labor- und Forschungsgebäude der ETH Zürich in Basel. Damit aus der Vision des Architekten ein strahlendes Bauwerk werden konnte, bedurfte es auf der Suche nach der optimalen Lösung jedoch einiges an Innovationskraft und Handwerkskunst. Know-how, welches bei der RUCH AG aus Altdorf, die als Spezialist in der Planung, Herstellung und Montage von aussergewöhnlichen Konstruktionen aus Stahl, Metall und Glas bekannt ist, zu genüge vorhanden ist. So verwundert es nicht, dass die RUCH AG für das Netztragwerkdach der ETH Zürich eine neue, massgeschneiderte und unkonventionelle Lösung entwickelt hat und diese auch gleich zum Patent anmeldete, ganz nach ihrem Credo: «Wir fangen da an, wo andere aufhören».

Das Erste seiner Art

Das freistehende Glasdach, welches ohne Stützen das Atrium des sechsstöckigen Labor- und Forschungsgebäudes der ETH Zürich in Basel überspannt, besteht aus einer Kuppelschale von zirka 20 m Breite und 35 m Länge, deren Hauptelemente sich so kreuzen, dass sich dreiecksförmige Netzelemente in unterschiedlichsten Winkeln bilden. «Es ist mit dieser Konstruktion das erste Netztragwerk in der Schweiz» spricht Martina Ruch, wenn sie nicht ohne Stolz vom Neubau in Basel berichtet. Die Begeisterung für die Sache ist ihr deutlich anzumerken und man spürt, dass der Leitspruch des Unternehmens «Ideen in Bestform» bei RUCH gelebt wird. Damit das Netztragwerkdach den fortschrittlichen Charakter des Forschungsbetriebes hervorheben konnte, galt es allerdings, einige Fragen zu beantworten. 

Herausforderung durch Innovation meistern

Ursprünglich war von den Bauherren vorgesehen, dass die Kreuzungspunkte der Stahlprofile aus an die Geometrie angepassten, gefrästen Vollknoten ausgebildet werden. In der Konzeptphase änderte die mit der Konstruktion und Ausführungsplanung beauftragte RUCH Metallbau AG die Konstruktion durch Verwendung einer von ihr zum Patent angemeldeten Stirnknoten-Lösung für Netztragwerke. Die Besonderheit des patentierten RUCH-Knotens liegt darin, dass ein unbearbeiteter Stahlzylinder den Knoten-Mittelpunkt bildet. Die daran anschliessenden Stahlprofile werden passgenau von RUCH lasergeschnitten und nummeriert, um sie anschliessend einfach zuordnen und mit den Knoten verschweissen zu können. Eine in ihrer Effektivität unschlagbare Lösung.

Hoher Vorfertigungsgrad in Altdorf

Auch eine überlegene Prozesssicherheit gegenüber anderen Verfahren zählt zu den weiteren Vorteilen der RUCH-Lösung. So gelang es der RUCH Metallbau AG einen sehr hohen Vorfertigungsgrad zu erlangen. Die Dachelemente wurden über die volle Breite von 20 Metern in den eigenen Produktionshallen vorgefertigt und anschliessend auf die Baustelle geliefert, um sie vor Ort zu montieren und miteinander zu verschweissen. «Durch den hohen Vorfertigungsgrad können wir eine absolute Wetterunabhängigkeit, Planungssicherheit, Produktionsüberwachung und damit die Zuverlässigkeit, mit der dieser Auftrag abgewickelt werden konnte, gewährleisten. Dabei ist toll zu sehen, wie sich alle Beteiligten gemeinsam ins Zeug legen, um das bestmögliche Produkt abzuliefern» so der Werkstattleiter Franz-Xaver Gisler. 

Projektablauf

Planung

Das Netztragwerk wurde in 3D geplant. Dank einer Implementierung konnten die Stahlteile anschliessend direkt auf dem Rohrlaser bearbeitet werden. Das Ganze Dach besteht aus insgesamt 239 Stk. Gläser, wobei kein Glas die gleichen Masse hat. Die Gläser sind flächenbündig versetzt und im Glas-Stossbereich verfugt.

Produktion/Montage

Das Dach wurde in sieben Segelförmigen Stahlelementen mit Abmessungen von 4m Breite und 21m Länge in der RUCH-Halle vorproduziert und anschliessend auf die Baustelle transportiert. Vor Ort wurden die Elemente zu einer Netztragstruktur verschweisst. 

Bewirtschaftung

1x Jährlich werden die Glasfugen und Oberflächen auf dem Dach überprüft. Dies wird mittels Seilzugangssystem gewährt.

Unsere Referenzen

Entdecken Sie weitere Referenzen
von der Ruch AG